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Homeschooling leichtgemacht – mit diesen Tipps zum effizienten Onlineunterricht

Foto: Unsplash.com, © Annie Spratt, CC0 1.0

Homeschooling gilt in Deutschland, anders als in den USA, normalerweise kein übliches Konzept. Trotzdem wird das Lehrangebot, welches Homeschooling aktiv unterstützt, momentan stark ausgebaut. Durch die mit Corona einhergehende Ausnahmesituation sahen sich viele Eltern plötzlich neben dem Haushalt und ihrem Job auch noch der Aufgabe gegenüber, nun auch ihre Kinder von zu Hause aus zu unterrichten. Eine wahre Herausforderung, die viele Konflikte mit sich bringen kann, in der richtigen Ausführung aber auch großes Erfolgspotenzial birgt.

In diesem Artikel findet ihr die besten Tipps, mit denen das Homeschooling bei euch zu Hause garantiert unter einem guten Stern steht. Benötigt ihr Hilfe oder Unterstützung, dann schaut euch unbedingt bei Dozeon um und bucht ganz unkompliziert Onlineunterricht bei unseren professionellen Lehrkräften, die euch beim Homeschooling tatkräftig zur Seite stehen.

Einen angemessenen Ort suchen

Am hilfreichsten ist grundsätzlich immer ein Schreibtisch in einem separaten Zimmer, beispielsweise im Arbeitszimmer. Durch diese Abgrenzung entsteht nicht nur eine räumliche Trennung zu anderen Bereichen des alltäglichen Lebens, sondern auch eine emotionale Trennung. Dem Kind fällt es sehr viel leichter, von Spielen und Vergnügen auf Lernen und Konzentration umzuschalten, wenn es sich für den Lernprozess in einen separaten Raum zurückziehen kann.

Selbstverständlich geben die Bedingungen des Wohnraums es nicht immer her, einen richtigen Rückzugsort fürs Lernen zu schaffen. Trotzdem sollte eine Abgrenzung zum Alltag gefördert werden. Der Schreibtisch steht dann beispielsweise im Kinderzimmer, an einem Ort, an dem es keine ablenkenden Faktoren gibt. Auch im Esszimmer am großen Esstisch der Familie lässt es sich lernen, wenn der Raum angemessen hergerichtet wird.

Am Tisch können sich grundsätzlich auch mehrere Menschen versammeln. Es finden sich beispielsweise alle Kinder zusammen, um gemeinsam an ihren Schulaufgaben zu arbeiten. Dadurch entsteht ein Feeling, das dem des Klassenzimmers sehr ähnelt. Jeder arbeitet konzentriert an seinen Aufgaben und wenn man eine Frage hat, kann man diese durchaus auch mit den Geschwistern teilen.

Vielleicht kennt ein Geschwisterkind ja sogar die Antwort oder kann zumindest bei der Antwortfindung behilflich sein. Hinderlich ist es hingegen, wenn die Abgrenzung vollkommen fehlt und störende Faktoren hinzukommen. Im Wohnzimmer zu lernen, während im Hintergrund der Fernseher läuft und das kleine Geschwisterchen mit der Spielzeugeisenbahn durch das Zimmer tobt, ist schier unmöglich.

Eine Routine entwickeln

Das Homeschooling ist in vielerlei Hinsicht anstrengend und bringt einige Herausforderungen mit sich. Es hat aber auch seine guten Seiten und dazu gehört ganz eindeutig, dass ihr einen eigenen Rhythmus entwickeln könnt, der euren Lernprozess unterstützt, statt ihm im Weg zu stehen. Ihr könnt morgens etwas später frühstücken, dann konzentriert lernen, Pausen einlegen, essen und nachmittags erneut eine Lerneinheit einbauen. Eine Routine ist sehr wichtig, denn die Struktur unterstützt das Gehirn dabei, andere Prozesse und Gedanken in den Hintergrund zu rücken.

Stattdessen kann sich dein Kind voll und ganz aufs Lernen konzentrieren. Nutzt die Gelegenheit und passt den Lernplan eurem Familienrhythmus an. Nicht förderlich ist hingegen, Strukturen vollkommen über Bord zu werfen und stattdessen in den Tag hineinzuleben. Ein fester Plan mit einer Routine ist notwendig, um konzentriert lernen zu können. Sonst passiert es schnell, dass die Lerneinheiten immer weiter in den Tag hineingeschoben werden und irgendwann an vielen Tagen sogar komplett ausfallen.

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Foto: Unsplash.com, © Annie Spratt, CC0 1.0

Pausen einlegen

Pausen sind förderlich und sollten deshalb in regelmäßigen Abständen eingebaut werden, um das soeben Gelernte zu verarbeiten und Kraft für die nächste Lerneinheit zu tanken. Idealerweise werden Pausen aktiv genutzt, um den Fokus übergangsweise auf etwas Anderes zu rücken. Lauft zum Beispiel einmal um den Häuserblock – wie wäre es mit einem Wettrennen? Versorgt die Kaninchen und gebt ihnen eine Streicheleinheit oder schaukelt im Hinterhof um die Wette. Durch die Bewegung wird der Körper durchblutet und der Kreislauf auf Trab gehalten.

Vermieden werden sollten Pausen, in denen elektronische Endgeräte verwendet werden. Handy oder Fernseher sollten, wenn überhaupt, erst am „Feierabend“ in die Hände des Kindes geraten. Sonst kann es schnell geschehen, dass die Pausen in die Länge gezogen werden und es im Anschluss sehr schwerfällt, sich wieder auf den Schulstoff zu konzentrieren.

Konkrete Ziele setzen

Im Dschungel der Schulfächer und Aufgaben geht der Überblick sehr schnell verloren. Ehe man sich versieht, lernt man hauptsächlich nur noch Fächer, die einem besonders gut liegen und Spaß machen. Die anderen, weniger beliebten Lerninhalte werden nach hinten verschoben und geraten irgendwann vollständig in Vergessenheit. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man sich eine Übersicht erstellt und feststellt, dass man in den Fächern, die einem eh nicht so sehr liegen, nun auch noch meilenweit zurückliegt und sehr viel aufzuholen hat.

Konkrete, eng gestaffelte Ziele geben einen Überblick und helfen darüber hinaus auch noch bei der Motivation. Auf einen Blick sieht man, was man bereits alles geschafft hat und fühlt sich ermutigt, auch die schweren Aufgaben sehr motiviert in Angriff zu nehmen. Im Idealfall sollten die vermeintlich schwersten Aufgaben an den Anfang des Tages gelegt werden. Auf diese Weise beißt man sich hochkonzentriert auch durch den Zähen Lernstoff und kann sich den Rest des Tages den schöneren, leichteren Aufgaben widmen.

Zu große Ziele, die nicht erreicht werden können, sind hingegen hinderlich. Sie bringen Frustration mit sich und dämpfen den Lernspaß. Erfolgserlebnisse müssen nicht immer riesig sein. Das wahre Glück liegt nämlich häufig in den kleinen Freuden.

Einen individuellen Rhythmus zulassen

Kinder leiden im herkömmlichen Schulsystem oft unter auferlegten Stundenplänen, die wenig Freiraum für die eigenen Bedürfnisse lassen. Im Homeschooling habt ihr die große Chance, euren optimalen Rhythmus zu finden und diesen auch an die Lernkurve des Kindes anzupassen. Findet gemeinsam heraus, wann ihr am produktivsten arbeitet und euch mit einem hohen Maß an Konzentration den Aufgaben widmen könnt. Habt ihr morgens nach dem Frühstück ein Hoch, welches nach dem Mittagessen rasant abfällt? Dann verlegt den Unterricht auf jeden Fall auf den Vormittag. Nach getaner Arbeit könnt ihr euch nachmittags mit anderen Dingen beschäftigen und ihr wisst, euer Lernpensum habt ihr am Morgen bereits erfüllt.

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Foto: Unsplash.com, © Jessica Lewis, CC0 1.0

Baut Anregungen und Abwechslung ein

Wenn Langeweile aufkommt, dann verlieren Kinder die Motivation. Frust und unkonzentriertes Verhalten sind die Konsequenzen. Das spielt aber nicht nur eine große Rolle, wenn das Kind überfordert ist, sondern auch im gegenteiligen Fall. Aus diesem Grund ist die Abwechslung sehr wichtig. Einerseits fehlen euch beim Homeoffice vielleicht die Möglichkeiten, um viele unterschiedliche Materialien in den Unterricht einzubauen.

Eine Schule hat eine ganz andere Infrastruktur und das unterstützende Material oft über Jahre hinweg angesammelt. Doch was der Schule fehlt, ist Flexibilität. Im Biologieunterricht stehen Experimente an? Dann verlegt den Unterricht in den Garten oder den nahegelegenen Park und beobachtet dort die Tiere und Pflanzen. Viele Aktivitäten unterstützen die unterschiedlichsten Lernprozesse ganz nebenbei. Beim gemeinsamen Kochen könnt ihr zum Beispiel das Rezept lesen, die Mengenangaben ausrechnen und anschließend abwiegen.

Übermäßigen Druck vermeiden

Es lässt sich nicht leugnen, dass Homeschooling mitunter auch mit Stress und Frustration einhergeht. Besonders dann, wenn ihr merkt, dass ihr das geplante Pensum nicht erreichen könnt und ihr hinterherhängt. Ihr habt euch feste Ziele aufgestellt und wollt diese selbstverständlich auch erreichen. Gleichzeitig birgt Homeschooling aber auch die Möglichkeit, sehr viel bedürfnisorientierter zu unterrichten.

Diese Chance solltet ihr auf jeden Fall nutzen und dabei auch im Hinterkopf behalten, dass eure persönliche Beziehung nicht unter der Unterrichtssituation leiden darf. Konfliktsituationen sind etwas ganz Normales, sie können überwunden werden zusammen schweißen. Nehmen die negativen Erlebnisse und Emotionen überhand, so ist das weder für das Zusammenleben noch für den Lernprozess förderlich. Versucht deshalb, immer wieder schöne Belohnungen in den Unterricht einzubauen.

Diese müssen keinesfalls riesig sein. Nur eine nette Kleinigkeit, welche die Atmosphäre etwas auflockert und euch vor Augen führt, dass ihr gerade sehr viele neue Inhalte gemeinsam erarbeitet. Ihr könnt stolz auf euch sein, denn eure Leistung muss gewürdigt werden. Mit 2 bis 4 Stunden konzentrierter Arbeit erreicht ihr oft mehr als mit 5 bis 7 Stunden voller Stress und Konfliktsituationen. Ladet euch nicht zu viel auf und setzt euch auch mit euren Misserfolgen stets aktiv auseinander, um aus euren Fehlern zu lernen.

Auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten

Im Homeschooling können Eltern noch besser überblicken, wie sich ihr Kind ernährt. Am Morgen sorgt ihr mit einem Müsli mit Haferflocken und frischem Obst für einen Energieschub. Der Traubenzucker gelangt innerhalb weniger Minuten in den Blutkreislauf und fördert die Konzentration. Die komplexen Kohlenhydrate, die sich beispielsweise in Haferflocken befinden, setzen über einen längeren Zeitraum Energie frei und verhelfen zu einer konzentrierten, produktiven Lerneinheit am Vormittag.

Und nicht vergessen, ausreichend zu trinken! Viele Kinder bringen ihre Trinkflasche beinahe voll aus der Schule wieder heim. Zu Hause kann sichergestellt werden, dass die so wichtige Flüssigkeitsaufnahme nicht zu kurz kommt. Wasser und ungezuckerter Tee unterstützen die Konzentrationsfähigkeit und beugen Kopfschmerzen vor.

Homeschooling stellt jeden plötzlich vor ganz neue Herausforderungen. Das gilt für jedes Familienmitglied, denn während die Eltern sich plötzlich damit auseinandersetzen müssen, wie sie ihrem Kind Mathematik und Deutsch beibringen, lernen die Kinder ihre Eltern von einer ganz neuen Seite kennen. Wenn ihr euch in einigen Fächern externe Hilfe holen wollt, dann geht das heute auch ganz unkompliziert über das Internet. Schaut euch in diesem Kontext unbedingt unser Angebot

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