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Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress – was tun?

Foto: Pixabay.com, © Mandyme27, CC0 1.0

Nicht nur berufstätige Eltern, sondern auch Schüler leiden unter Stress. Die Herausforderungen im Schulalltag, die Anforderungen durch die Lehrer und den Lernstoff oder auch verschiedene soziale Interaktionen (Mobbing) können Kinder stressen und zu körperlichen oder psychischen Reaktionen führen. Welche Auslöser sind daran schuld, wie können Eltern erkennen, ob die Schüler unter Stress leiden und was können sie tun, um ihrem Kind zu helfen?

Warum sind Schüler so gestresst?

Es gibt unterschiedliche Auslöser dafür, wenn ein Schüler unter Stress leidet. Diese wurden bereits in mehreren Studien untersucht, auf die beispielsweise das RKI (Robert Koch Institut) oder die Krankenkassen TK und DAK auf ihren Webseiten näher eingehen.

Nicht jeder Schüler leidet unter Stress, aber die Sensiblen sind stressempfindlicher und reagieren entsprechend stärker darauf. Dann können sich ganz unterschiedliche Symptome einstellen.

Studien haben festgestellt:

  • 42% der Schüler leiden unter Stress (laut dem DAK-Präventionsradar Welle 3 (2018/2019)
  • Mädchen fühlen sich öfter gestresst (49%) als die Jungen
  • Jugendliche Schüler leiden häufiger unter Stress als Kinder (rund 52% der 14-17-Jährigen und ca. 35% der 10-13-Jährigen)

Ein Schüler leidet unter Stress, wenn …

  • … die Anforderungen der Schule oder der Ausbildung zu groß sind
  • … die Erwartungen der Eltern an ihn zu hoch sind
  • … der Leistungsdruck in allen Bereichen (auch im Sport) steigt
  • … er keine freie Zeit mehr hat, die er sich selbst einteilen darf
  • … zu viele Termine anstehen, die er abwickeln muss (auch in der Freizeit und im Freundeskreis)
  • … er von zu vielen Informationen aus den Medien überflutet wird, die er nicht einordnen und verarbeiten kann.
  • … er im Familien- oder Freundeskreis mit Problemen oder Streit zu kämpfen hat.
  • … er Probleme hat, sich den gesellschaftlichen Normen anzupassen
  • … ihn kritische Lebensereignisse wie ein Todesfall in der Familie oder die Scheidung der Eltern belasten.

Wie reagieren Schüler auf Stress?

Wenn ein Schüler unter Stress leidet, kann er körperliche und psychische Symptome entwickeln, was nach außen hin auch durch ein verändertes Verhalten auffällig werden kann. Ein jüngerer Schüler, der unter Stress leidet, zeigt eher körperliche Symptome, während ältere Schüler eher emotional darauf reagieren, was sich an Verhaltensauffälligkeiten zeigt.

Reaktionen sind beispielsweise:

  • Aggression
  • Alpträume
  • Angst
  • Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Herzklopfen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Panikattacken
  • Reizbarkeit
  • Rückzug
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Teilnahmslosigkeit
  • Übelkeit
  • Übergewicht (durch die stressbedingte erhöhte Cortisol Ausschüttung)
  • Unruhe
  • Zittern

Der Schüler leidet unter Stress – wie können die Eltern das erkennen?

Da die Symptome sehr vielschichtig sind und sich Stress auch mal nur kurz äußern kann, sollten Eltern die Kinder ganz genau beobachten. So können sie feststellen, ob die auffälligen Symptome, die oben beschrieben wurden, längere Zeit anhalten. Wichtig ist es in jedem Fall, das Gespräch zu suchen und auch nachzufragen. Selbstverständlich müssen auch gesundheitliche Aspekte mit dem Arzt abgeklärt werden, um Erkrankungen ausschließen oder behandeln zu können.

Wenn der Schüler unter Stress leidet, zeigt sich das beispielsweise auch daran, dass er sich weigert, in die Schule zu gehen, sich häufig zurückzieht und kaum spricht und tagsüber häufig müde ist. Die Kinder sind lustlos und essen entweder fast nichts oder viel zu viel, weinen grundlos, sind sehr ängstlich oder besonders aggressiv und beginnen manchmal auch damit, Nägel zu kauen oder Dinge zu zerstören.

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Foto: Pixabay.com, © ruslana_art, CC0 1.0

Wie können Eltern helfen, wenn der Schüler unter Stress leidet?

Dazu ist es wichtig, dass die Eltern ihre Kinder genau beobachten, um Abweichungen im üblichen Verhalten oder Tagesablauf zu erkennen. Wenn die Schüler überfordert sind, weil zu viele Termine anstehen, sollten die Eltern die Abläufe neu strukturieren oder Termine streichen. Viele Kinder sind in mehreren Vereinen oder gehen zu vielen Hobbies nach, sodass eine Reduzierung des Freizeitstresses bereits hilfreich sein kann.

Sobald klar ist: „Der Schüler leidet unter Stress“ sollten die Eltern unbedingt das Gespräch suchen und dann auch wirklich zuhören, was das Kind bedrückt. Eltern, die Verständnis zeigen, haben die Chance, dem Kind den Druck zu nehmen und eine Entspannung der Lage zu erreichen. Nur mit Reden ist es meist nicht getan, es ist auch wichtig, dem Kind Wege zu zeigen, wie es besser mit dem Stress umgehen und sich entspannen kann.

Der Schüler leidet unter Stress
– folgende Anti-Stress-Tipps und Entspannungsübungen können helfen

Jedes Kind ist anders, daher nimmt auch jedes Kind die unterschiedlichen Optionen ganz verschieden an. Hilfreich ist zunächst, wenn die Eltern als Vorbild dem Schüler vorleben, wie man mit Stress und Problemen umgeht. So können die Kinder eine gewisse Portion Gelassenheit lernen.

Zudem sollten sie dem Kind stets zeigen, dass sie an ihm und seinen Problemen interessiert sind und ihm gerne dabei helfen, diese zu lösen. Bei schwerwiegenden Problemen ist es wichtig, dass die Eltern einen Arzt oder Therapeuten einschalten!

Folgende Optionen stehen dem Schüler, der unter Stress leidet offen:

  • Eltern sollten dem Kind Freiräume und freie Zeit geben, in der es sich selbstbestimmt entfalten kann
  • Entspannungsübungen, Traumreisen oder Yoga
  • Genügend Schlaf  ist besonders wichtig, hier helfen geregelte Abläufe und bestimmte Zeiten, zu denen das Kind ins Bett gehen und aufstehen soll
  • Gesunde Ernährung und vor allem ein ausgewogenes Frühstück sorgen für ausreichend Energie
  • Malen (beispielsweise Mandalas ausmalen) hilft entstressend – sogar Erwachsenen
  • Tagebuch führen, um die Probleme darin zu verarbeiten
  • Viel Bewegung an der frischen Luft oder Sport können Stress reduzieren
  • Viel Trinken ist ebenfalls wichtig, da eine ausreichende Flüssigkeitsmenge Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen vorbeugen kann

Wie Dozeon einen Schüler, der unter Stress leidet, unterstützt:

Besonders hilfreich sind auch Meditation, progressive Muskelentspannung oder autogenes Training. Elemente daraus werden den Kindern im Rahmen von Traumreisen oder Phantasiereisen vermittelt, die sie bei Bedarf oder abends vor dem Einschlafen durchführen können.

Dozeon hat Kurse mit „Traumreisen“ und Yoga im Angebot!