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Warum sollten Kinder Klavierspielen lernen?

Musik ist nicht nur ein Unterrichtsfach, sondern begleitet Kinder auch im Alltag. Viele singen schon als Kinderschüler ihre Lieblings-Songs mit, andere tanzen im Takt. Und bald wächst der Wunsch, ein eigenes Instrument zu spielen, beispielsweise die Gitarre oder eben das Klavier. Doch ab welchem Alter ist das sinnvoll und warum ist der Klavierunterricht besonders ideal?

Ab welchem Alter können Kinder Instrumente erlernen?

Um ein Instrument richtig zu spielen, müssen Kinder auch Noten lesen können. Daher ist ein Musikunterricht frühestens mit 6 Jahren möglich. Allerdings eignet sich dann nicht gleich jedes Instrument. Am besten sind Blockflöte, Gitarre oder Klavier.

Ab ungefähr 7 oder 8 Jahren ist auch Trompetenunterricht möglich, mit 9 Jahren eignen sich Saxophon oder andere Blasinstrumente. Es ist dabei aber immer wichtig, für welches Instrument sich das Kind interessiert und ob seine motorischen Fähigkeiten schon gut genug ausgeprägt sind, um das Instrument seiner Wahl zu erlernen. Auf keinen Fall sollten Kinder zu einem bestimmten Instrument gezwungen werden.

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Foto: Pixabay.com, © matthiasboeckel, CC0 1.0

Welche Vorteile bringt das Musizieren für die Kinder?

Abgesehen davon, dass das Erlernen eines Instruments ein schönes Hobby ist, das den Kindern viel Spaß bringt, ergeben sich daraus noch viele weitere Vorteile:

  • Kinder, die ein Instrument spielen, sind auch besser in der Schule, da sie erwiesenermaßen leistungsfähiger sind.
  • Das Musizieren fördert das Sprachvermögen und die Intelligenz, dies wurde bereits von Hirnforschern in Studien bestätigt.
  • Kinder, die musizieren, haben ein größeres Selbstvertrauen und wachsen mit ihren Lernfortschritten.
  • Ein Musikinstrument, in das sich die Kinder beim Spielen ganz versenken können, fördert die Fähigkeit zur Selbstreflektion sowie die motorischen und kognitiven Fähigkeiten. Zudem verbessert es das Gehör.
  • Die Kinder, die gemeinsam mit anderen musizieren (Schulband, Schulchor oder mit Freunden), können dadurch ihre soziale Kompetenz und den Gemeinschaftssinn fördern.
  • Musizierende Kinder können sich besser konzentrieren und ihre Bewegungen und die Koordination ihrer Sinne besser  koordinieren. Sie müssen gleichzeitig Noten lesen, Bewegungsabläufe koordinieren (vor allem beim Klavierspielen, wo die Hände unabhängig voneinander agieren), auf die Melodien der anderen hören und sich in das Stück hineinversetzen. Dabei ist Gefühl und Vorstellungskraft gefragt.
  • Das Musizieren macht nicht nur Spaß, sondern auch glücklich! Denn beim Musizieren wird die Dopaminproduktion im Gehirn angeregt, was ein Glücksgefühl auslöst.
  • Das Spielen eines Instruments hilft bei der Entspannung und kann Stress reduzieren.
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Foto: Pixabay.com, © 172619, CC0 1.0

Warum ist ein Klavier die richtige Wahl für praktisch alle Kinder?

Das Klavier ist das klassische Musikinstrument schlechthin. Alle berühmten historischen Komponisten beherrschten das Klavier und komponierten ihre bahnbrechenden Werke an diesem Instrument. Außerdem lassen sich auf dem Klavier dank des Notenumfangs (7 Oktaven) alle Stücke spielen. Hinzu kommt, dass das Klavier besonders nützliche und gründliche Kenntnisse der Musik vermittelt und die Kinder am besten darauf vorbereitet, später auch andere Instrumente erfolgreich zu spielen.

Physische Veränderungen im Gehirn

Eine italienische Studie hat darüber hinaus weitere positive Effekte des Klavierspielens auf die Hirnentwicklung festgestellt. So berichtet die Ärztezeitung von 2012, dass das Hirn sich beim regelmäßigen Klavierspielen messbar verändert. Es wird bereits nach nur zwei Wochen regelmäßigem Üben geschickter.

Beim Klavier ist es ganz besonders wichtig, dass die Hände unabhängig voneinander spielen können. Durch das Spielen verbessert sich die Koordination der Hände und auch die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften, sie werden durch das regelmäßige Klavierspielen optimiert. Darüber hinaus werden die Kinder ausgeglichener und die Fingermuskulatur reagiert besser selbst auf feine Nervenreize.

Verbesserung der emotionalen Intelligenz

Musik ist nicht nur eine rein technische Betätigung, sondern muss auch mit Gefühl ausgeführt werden. Bei allen klassischen Stücken werden beispielsweise Stil und Tempo mit angegeben, sodass der Pianist nicht nur die reine Notenabfolge beherrschen, sondern den Zuhörern auch das richtige Gefühl übermitteln sollte.

Bei den Stücken ist beispielsweise „adagio“ (langsam) oder „allegro“ (fröhlich, heiter) oder „andante“ (moderat langsam) angegeben, um das Tempo auszudrücken oder „Crescendo“ (schrittweise lauter) oder „Diminuendo“ (schrittweise leiser), um die Lautstärke zu bestimmen. Erst wenn das Kind oder ein Pianist generell auch Stil, Geschwindigkeit und Lautstärke richtig trifft, können die Zuhörer die Melodie „fühlen“.

Durch diese Übung kann ein Kind auch bei seinen Freunden oder anderen Menschen beim Zuhören subtile Veränderungen im Tonfall des Gegenübers erkennen und dadurch sein Einfühlungsvermögen verbessern. Dadurch wird die emotionale Intelligenz verbessert.

Selbstausdruck und Wohlbefinden

Kinder, die sich beim Klavierspielen ganz dem Stück hingeben können und dabei die Zuhörer einfach ausblenden, können besser entspannen, Stress reduzieren und sich selbst in den Moment vertiefen. So profitieren Kinder davon, beim Klavierspielen ausgeglichener und zufriedener zu werden und sich beim Musizieren wohlzufühlen.

Beim regelmäßigen Klavierspielen baut sich außerdem das „Muskelgedächtnis“ auf, das die häufig geprobte Bewegungsabfolge der Musikstücke praktisch ohne großes Nachdenken ausführen kann. Das erzeugt beim Spielen eine gewissen Leichtigkeit und Zufriedenheit.

Klavier oder lieber doch ein Keyboard?

Keyboards sind kleiner und vielleicht praktischer als ein großes Klavier oder ein Konzertflügel. Doch auch wenn die Instrumente optisch eine gewisse Ähnlichkeit besitzen, unterscheiden sie sich dennoch grundlegend. Ein Keyboard oder Digitalpiano hat einen völlig anderen Tonumfang und einen anderen Zweck, denn hier sind verschiedene Zusatzfunktionen und Begleitautomatismen enthalten, die ein Klavier nicht besitzt. Vor allem besitzt das Keyboard weniger Tasten und weniger Oktaven.

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Foto: Pixabay.com, © congerdesign, CC0 1.0

Privatunterricht vor Ort oder vielleicht online?

In der Regel ist es ideal, gemeinsam mit dem Lehrer am Instrument zu sitzen. Der Gang zur Musikschule oder zum Privatlehrer ist allerdings für viele nicht einfach. Gerade in Kleinstädten müssen Kinder unter Umständen eine große Entfernung zur nächsten Schule oder zum Lehrer zurücklegen. Es gibt daher auch die Möglichkeit, hochwertige Video- oder Online-Kurse zu buchen. Damit sind die Kinder zeitlich flexibler und sparen sich die umständliche Anfahrt.

FAZIT

Kinder, die ein Musikinstrument erlernen wollen, profitieren am meisten von einem Klavier. Hier lernen sie eine hervorragende Koordination ihrer Hände und darüber hinaus ihrer Hirnhälften. Das Klavier trainiert wie kein anderes Instrument die Verarbeitung mehrfacher Sinnesreize. Die Kinder erlernen darüber hinaus beim korrekten Sitz am Klavier auch eine gerade und gesunde Körperhaltung.

Beim regelmäßigen Spielen trainieren sie ihre Disziplin und Ausdauer und das Notenlesen. Hinzu kommen die verbesserte Leistungsfähigkeit, emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz sowie Ausgeglichenheit. Zudem vermittelt das Klavierspiel die intensivste und detaillierteste Form der Musiklehre und bereitet die Kinder darauf vor, später auch andere Instrumente erfolgreich spielen zu können.