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Gesunde Schüler lernen besser

Foto: Pixabay.com, © masterstudio, CC0 1.0 

Dass gesunde Schüler wesentlich besser lernen als andere, wurde schon vor Jahren in verschiedenen Studien festgestellt. Dies hat die WHO unter anderem 2013 bestätigt: „Kinder lernen besser, wenn sie in den schulischen Alltag einbezogen werden, ihr Umfeld sie im Lernen unterstützt und ihre Gesundheit fördert und wenn die Lehrer engagiert auftreten“ (Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa).

So fördern die Schulen gesunde Schüler

Auf gesunde Schüler, die besser lernen, hat beispielsweise Bayern mit seiner Gesundheitsförderung an den bayerischen Schulen gesetzt, wo verschiedene Projekte und Unterrichtsschwerpunkte sich mit Ernährung, Bewegung oder Suchtprävention beschäftigt. Den Kindern soll dadurch bereits früh nahegebracht werden, dass sie selbst für ihre Gesundheit verantwortlich sind. Zeitgleich betonen die Initiatoren, dass diese Art der Gesundheitsförderung auch Auswirkungen auf andere Aspekte hat. So kann der gesunde Schüler beispielsweise gleichzeitig auch an seiner eigenen Persönlichkeit oder seiner sozialen Kompetenz und weiteren Themen arbeiten. Auch die Hamburger Schulen haben in ihrem Pilotprojekt „Schulgesundheitsfachkräfte Hamburger Grundschulen“ versucht, Eltern dabei zu unterstützen, Kinder zu gesunden Schülern zu machen. Hier wurde den Kindern Hintergrundwissen zur gesunden Ernährung und Bewegung vermittelt, da beides wichtig ist für das seelische Wohlbefinden.

Gesunde Schüler und ihre Entwicklung

Eltern und Lehrer sollten Hand in Hand arbeiten, um für alle Komponenten zu sorgen, die gesunde Schüler während ihrer kindlichen Entwicklung benötigen. Sie brauchen vor allem drei Dinge:

  • Eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe für das Wachstum liefert. (Hinzu kommt auch eine frühe Vermittlung der Nachhaltigkeit und beispielsweise der Erklärung, wo das Essen herkommt oder verschiedene Aspekte des Umweltschutzes.)
  • Ausreichend Bewegung, um die Energieaufnahme auszubalancieren und Übergewicht zu vermeiden.
  • Stress- und Konfliktvermeidung lernen. Dabei sielt auch eine schlechte Nährstoffversorgung eine Rolle, da diese die Stressanfällig erhöhen kann. Außerdem kann Stress oder Frust auch Einfluss auf den Appetit und die gesunde Ernährung (Frustfraß, Appetitlosigkeit) haben.

Gesunde Ernährung für gesunde Schüler

Zur gesunden Ernährung für gesunde Schüler gehört nicht das Kalorienzählen, aber es sind einige Eckdaten zu beachten:

  • Kinder sollten ausreichend Wasser trinken, es dürfen auch ungesüßte Getränke sein. Für gesunde Schüler werden beispielsweise 1 bis 1,5 l Wasser täglich empfohlen.
  • Gesunde Schüler benötigen viele pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffeln oder Getreideprodukte.
  • Sparsamer sollte es jedoch bei den tierischen Lebensmitteln zugehen, also lieber weniger Wurst und Fleisch, Fisch und Milchprodukte anbieten.
  • Fast Food, salzige oder fette Speisen sowie Süßigkeiten sollten nur in ganz geringen Mengen angeboten werden.

Auch die Zubereitung spielt eine Rolle: die Eltern sollten darauf achten, stets frisch zu kochen und hochwertige Fette zu verwenden. Vor allem Vollkornprodukte spielen eine wichtige Rolle, da diese viele Mineral- und Ballaststoffe enthalten. Besonders Eisen und Folsäure sind ganz wichtig für den reibungslosen Stoffwechselprozess der gesunden Schüler.

Hinsichtlich der Essensmengen oder der Anzahl der Mahlzeiten gilt die Faustregel, dass die Kinder drei Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten erhalten sollten. Dadurch wird auch dem Heißhunger und dem ungesunden Naschen eher Einhalt geboten.

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Foto: Pixabay.com, © 14995841, CC0 1.0 

Ausreichende Bewegung für gesunde Schüler

Bewegung ist bereits ab dem ersten Lebensjahr wichtig für die kindliche Entwicklung, denn dadurch werden geistige und körperliche Fähigkeiten trainiert. Kinder haben ohnehin einen starken Bewegungsdrang und Freude daran, Neues auszuprobieren.

Spielen und Toben sind also hilfreich für die Entwicklung und sind später ein wichtiger Gegenpol zum Spielen am Computer oder dem übermäßigen Fernsehen. Bei der Bewegung können gesunde Schüler auch ihre Koordination stärken.

Die Schule unterstützt die gesunde Bewegung durch den Sportunterricht oder freiwillige Sportangebote. Zuhause können die Eltern die Kinder ebenfalls unterstützen, indem sie beispielsweise sportliche Hobbies (Fußball, Handball, Schwimmen) fördern.

Gesunde Schüler profitieren aber auch von der Auswirkung der Bewegung auf den Körper. Denn hier werden Kraft und Ausdauer gefördert und Muskulatur aufgebaut sowie das Herz-Kreislauf-System angeregt. Bewegung hilft auch beim Stress- und Aggressionsabbau.

Um diese positiven Effekte zu unterstützen, sollten die Kinder sich täglich mindestens 1 Stunde lang bewegen. Mehr ist natürlich besser, da zu langes Sitzen kontraproduktiv ist. Neben Sportarten oder Vereinssport hilft hier auch Laufen, Klettern oder Fahrradfahren.

Stressvermeidung für gesunde Schüler    

Tatsächlich können Schulkinder bereits unter Stress leiden, der sich meist durch Kopf- oder Bauchschmerzen sowie Einschlafstörungen bemerkbar macht. Gestresste Kinder sind im Gegensatz zu den gesunden Schülern lustlos und können sich nur schwer konzentrieren, vielen leiden unter Appetitlosigkeit. Der Stress kommt bei den Kindern nicht so sehr von zu vielen Terminen, wie das bei Erwachsenen der Fall sein kann, sondern wenn zu hohe Anforderungen (in der Schule und von  Seiten der Familie) an sie gestellt werden oder wenn sie mit Sorgen und Ängsten zu kämpfen haben. Auch eine dauerhafte Überforderung, wenn sie beispielsweise dem Stoff nicht folgen können, kann Stresssymptome verursachen. Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen, Stress zu vermeiden, indem sie ihnen nicht die komplette tägliche Freizeit verplanen. Stattdessen sollten die Kinder mindestens zwei Nachmittage pro Woche für sich haben, in denen sie sich selbst beschäftigen oder mit Freunden treffen können und dabei das tun, was sie möchten.  -> Mehr Tipps und weitere Infos zum Thema gibt es im Artikel „Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress

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